Alles über Mutter Franziska

Am 3. Januar 1819 wurde sie in Aachen, Deutschland, geboren. Von jung an war sie tief berührt vom Leben und von der Sendung des heiligen Franziskus von Assisi. Zu Beginn ihres Lebens war die industrielle Revolution in Deutschland in vollem Gange. Franziska, die selbst aus der Familie eines wohlhabenden Fabrikbesitzers stammte, sah die Not der Arbeiter. Oft besuchte sie diese und brachte ihnen Lebensmittel und Kleidung. Sie begegnete vielen Bedürftigen in ihrer eigenen Nachbarschaft und wusste dass viele von ihnen (oft Kinder) unter verheerenden Bedingungen arbeiteten und unter äußerst armen und zum Teil unmenschlichen Verhältnissen lebten. Schon in ihren Jugendjahren, prägte diese Erfahrung ihr Leben.

• Franziska war eine im Gebet verwurzelte, junge Frau, die es wagte davon zu träumen den Menschen, die in ihrer Umgebung lebten und welche krank und arm waren zu helfen. Sie schrieb: „Es war mir, als hätte ich vom Kreuz herab vernommen, dass ich mich durch tätige Nächsten-liebe dem Herrn ganz hingeben müsste. Ein Feuer heiliger Nächstenliebe loderte in meinem Inneren. Ich fühle ein großes Verlangen, den Herrn in den Armen, Kranken und Unglücklichen zu suchen und zu lieben. Ich glaubte, ihn selbst in den Armen und Kranken zu erblicken und war überglücklich, ihm dienen und ihn pflegen zu können.“

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• Im Jahr 1844 tritt Franziska in den „3 Orden des hl. Franziskus“, eine nach franziskanischen Prinzipien lebende Laiengruppe, ein. dabei lernt sie Katharina Daverkosen aus einer vornehmen Aachener Familie, Gertrud Frank aus einer Laurensberger Fabrikantenfamilie und Johanna Bruchhaus, eine Haushälterin, kennen. Die vier jungen Frauen bilden eine erste Gemeinschaft.

• Am 11. Mai, 1845, dem Pfingstfest, Gertrud Frank drängt Franziska, inspiriert von einer Vision, eine eigenständige Gemeinschaft zu gründen, die „Jesu Wunden heilen und ihm Seelen retten“ soll. Franziska kämpft mit sich und erkennt in dem Auftrag das Wirken des Heiligen Geistes. So beginnt sie mit der Planung und Ausführung dieser Sendung. Zu den vier Freundinnen gesellt sich als Fünfte Katharina Lassen.

• Franziska erkennt, indem sie sich für die Armen einsetzt immer mehr den Willen Gottes, der sie und ihre kleine Gemeinschaft führt. Sie schreibt: „Ich erkannte so offenbar in den Armen und Leidenden meinen göttlichen Herrn, als hätte ich ihn in denselben mit leiblichen Augen gesehen.“ Dieses Wort wird ihr Leben und das Leben der Gemeinschaft prägen.

• In ihrem Ursprungsbericht, schreibt die selige Franziska: „Es war mir, als hätte ich vom Kreuz herab vernommen, dass ich mich durch tätige Nächstenliebe dem Herrn ganz hingeben müsste. Ein Feuer heiliger Nächstenliebe loderte in meinem Inneren. Ich fühlte ein großes Verlangen, den Herrn in den Armen, Kranken und Unglücklichen zu suchen und zu lieben. Ich glaubte, ihn selbst in den Armen und Kranken zu erblicken und war überglücklich, ihm dienen und ihn pflegen zu können.“

• Franziska Schervier lebte ein zutiefst ganzheitliches Leben. Sie war durchdrungen von einer tiefen Christusbeziehung. Ihm diente sie mit all ihrer Kraft. Am 28. April 1974 wurde sie in Rom seliggesprochen. Jetzt geht es weiter mit dem Heiligsprechungsprozess: Mehr... (engl)

Zurzeit, unterstützen die Franziskanerinnen der Armen in den USA, Italien, Brasilien, Senegal und auf den Philippinen die notleidenden Menschen. Sie sind Heilerinnen in einer geteilten Welt, sie führen den Auftrag und das Charisma der seligen Mutter Franziska fort.

Die Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus widmen sich in Deutschland, Belgien, Dänemark und Sibirien unterschiedlichen Diensten in der Caritas und in der Pastoral.

Der Auftrag ist nach wie vor auch in unserer Zeit aktuell. Die Schwestern sind gerufen Zeugnis zu geben von der Liebe Gottes, indem sie von Gottes großer Barmherzigkeit künden, den Menschen helfen und damit der Welt Hoffnung schenken. Sie führen den Einsatz des heiligen Franziskus für die Armen in unserer Zeit fort und fühlen sich wie Franziska besonders, zu den Ausgestoßenen und zu den Armen, zu den Missbrauchten und zu den Opfern von Menschenhandel, gesandt.